Geschichte:

Murnau-Werdenfelser sind die einzige, in Bayern gezogene Rinderrasse. Ursprungsgebiet ist der Landkreis Garmisch und das
Werdenfelser Land. Erst ab dem 2.ten Weltkrieg wurde mit der Reinzucht begonnen. Die Bestandszahlen erholen sich seit Einführung der Prämienzahlungen wieder und umfassen ca. 800 Herdbuchtiere ( Stand 2011).
Ab 2005 begann der Zuchtverband Weilheim mit der massiven Einkreuzung von französischen Tarantaise-Rindern.
Momentan werden die Murnauer in Bayern vom Zuchtverband Weilheim (Milch ) und auch vom Fleischrinderverband Bayern
betreut. Seit 2008 werden für Tiere, die bei einem Zuchtverband gemeldet sind und die mindestens 50%  Murnauerblut führen
Prämien bezahlt. Weiter Auskunft dazu gibt es bei den zuständigen Landwirtschaftsämtern.

 

Rassebeschreibung:

Durch die Einkreuzung von Braunvieh, Grauvieh und Ellinger Vieh, kommt es bei den Murnauern zu einer großen Farbenvielfalt.
Murnau-Werdenfelser sind vorwiegend rotbraun. Häufig sind Augen und Stirn dunkel. Diese Färbung bezeichnet man als Maske.
Bei dunklen Tieren ist immer ein heller Aalstrich zu sehen. Das  dunkle Flotzmaul ist hell eingefasst, auch bei Tieren der semmel-
gelben Variante. Klauen und Hornspitzen sind dunkel. Die Bullen sind generell dunkler, manchmal fast schwarz.